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Rapids Klauß: "Mag es, mit zwei echten Stürmern zu spielen"

An vorderster Front werden sich die Spieler des SK Rapid künftig neu positionieren. Das sagt Trainer Robert Klauß:

Rapids Klauß: Foto: © GEPA

Am Donnerstag startet der SK Rapid in die neue Pflichtspielsaison. Auswärts wartet in der Qualifikation für die UEFA Europa League Wisla Krakau (ab 18:00 Uhr im LIVE-Ticker >>>). 

Dabei plant Trainer Robert Klauß eine Umstellung der Grundordnung zur neuen Saison, die bereits in der Vorbereitung erprobt wurde. Übernahm er im Vorjahr mit dem 4-2-3-1 noch die Grundordnung von Vorgänger Zoran Barisic, so wird künftig mit einem 4-2-2-2 - und damit verbunden zwei Spitzen - aufgelaufen.

"Ich mag es grundsätzlich, mit zwei echten Stürmern zu spielen", verrät der Deutsche gegenüber LAOLA1 im Rahmen des Media Days der ADMIRAL Bundesliga.

(Text wird unterhalb des Videos fortgesetzt)

Transfers verändern Grundordnung

Die neue Grundordnung habe vor allem mit den Aktivitäten auf dem Transfermarkt zu tun. Mit Marco Grüll sei ein torgefährlicher Flügelspieler verloren gegangen. "Wir können ihn nicht eins zu eins ersetzen", so Klauß.

Entsprechend wurde adaptiert. Die klassische "Zehn" hinter dem Stürmer, die Matthias Seidl im Vorjahr noch ausfüllte, gibt es nicht mehr. Zwei Spieler agieren nun im Halbraum hinter dem Doppelsturm, die klassischen Flügel fallen damit auch weg.

"Wir haben mit Louis Schaub einen Spieler verpflichtet, der sich im Halbraum sehr wohlfühlt. Matti Seidl fühlt sich dort ebenso wohl", erklärt Klauß diese Maßnahme.

Seidl: Gleiche Rolle, neue Positionierung

Neo-Kapitän Seidl soll sich nun im Halbraum positionieren.
Foto: © GEPA

Der neue Rapid-Kapitän stieg erst zehn Tage vor dem Pflichtspielstart ins Training ein. Viel soll sich für ihn allerdings nicht ändern, nur seine Positionierung. "Seine grundsätzliche Aufgabe und Rolle, die er haben wird, wird gleich bleiben. Da braucht er wenig Anlaufzeit", sieht Klauß kein Problem für Seidl, sich an die neue Grundordnung anzupassen.

In Krakau wird Seidl jedenfalls nicht neben Louis Schaub auflaufen, er fehlt krankheitsbedingt (Hier nachlesen >>>).

Rapid-Kapitän Seidl selbstsicher: "Ich kann vorangehen" >>>

Jansson und Lang variabel einsetzbar

Für die Position neben dem Kapitän kommen wohl zwei Spieler infrage, die in der Vorsaison noch am Flügel eingesetzt wurden. "Wir haben mit Christoph Lang und Isak Jansson verschiedene Spieler, die verschiedene Positionen ausfüllen können, sowohl im Halbraum als auch ganz vorne", so der Rapid-Coach.

Ein weiterer Kandidat für das offensive Mittelfeld könnte auch Neuzugang Mamadou Sangare werden. Der Malier dürfte aber grundsätzlich eher für die Doppel-Sechs eingeplant sein, spielte dort auch von Beginn an im Test gegen AC Milan. "Er vereint sehr viel Dynamik und Ballsicherheit, was gut ist für uns. Er ist immer mutig, will immer Bälle haben und kann trotzdem große Räume abdecken. Er ist ein guter Box-to-Box-Spieler, dazu noch Linksfuß", beschreibt Klauß den neuen Mann.

Beljo? Klauß: "Gibt uns neue Möglichkeiten"

Für die Positionen an vorderster Front dürften neben Lang und Jansson vor allem Routinier Guido Burgstaller und Neuzugang Dion Beljo infrage kommen. 

Die 22-jährige Augsburg-Leihgabe Beljo klingt auf jeden Fall vielversprechend, um an vorderster Front für die nötige Qualität zu sorgen. 44 Einsätze in der Deutschen Bundesliga bringt der Kroate mit, dazu verbuchte er zwei Länderspiele für sein Heimatland. (Dion Beljo im LAOLA1-Portrait >>>)

"In erster Linie erwarte ich mir von ihm Scorer-Punkte. Natürlich kommt das nur, wenn wir als Mannschaft gut arbeiten. Dion ist ein torgefährlicher Spieler, der auch gut im Mitspielen ist. Er gibt uns neue Möglichkeiten", freut sich Trainer Robert Klauß.

Weiters stehen mit Noah Bischof, Furkan Dursun und Jovan Zivkovic drei junge Talente für den Angriff zur Verfügung. Ferdy Druijf und Bernhard Zimmermann sind zudem von ihren Leihen zurückgekehrt.

Neues Personal für die Abwehr

Während an vorderster Front die Positionierung verändert wurde, bleibt hinten grundsätzlich alles gleich. "Wir spielen weiter mit einer Viererkette und einer Doppel-Sechs", so Klauß.

In der letzten Reihe gibt es aber personelle Veränderungen. Mit Leopold Querfeld (Union Berlin) hat ein wichtiger Mann aus dem Abwehrzentrum den Klub verlassen.

Für die Innenverteidigung neu an Bord sind der Franzose Serge-Philippe Raux Yao und Admira-Youngster Jakob Schöller.

"Da brauchen wir einfach ein bisschen Zeit, um ihn an unsere Idee zu gewöhnen. Er bringt einfach schon sehr viel von Haus aus mit, was für uns gut ist."

Robert Klauß über die kurze Vorbereitung von Neuzugang Bendeguz Bolla

Während Schöller noch eine Verletzung auskurieren muss, dürfte Raux Yao gleich gefragt sein. Für Klauß könnte der 25-Jährige einen wichtigen Baustein zum Erfolg darstellen.

"Er gibt uns eine sehr große Möglichkeit in der Spieleröffnung, weil er mit seinem linken Fuß und seiner guten Übersicht gefährliche Bälle spielen kann", so der Rapid-Trainer.

Bolla kommt mit EM-Erfahrung nach Hütteldorf

Ebenso ein interessantes Profil bringt der neue Rechtsverteidiger Bendeguz Bolla mit. Der Ungar kam bei der EURO 2024 für sein Heimatland drei Mal zum Zug.

Aufgrund der Teilnahme am Turnier ist er allerdings erst seit eineinhalb Wochen im Training. "Da brauchen wir einfach ein bisschen Zeit, um ihn an unsere Idee zu gewöhnen. Er bringt einfach schon sehr viel von Haus aus mit, was für uns gut ist", so Klauß. Mit jedem Spiel soll die Integration ins Team besser funktionieren.

Für die Hütteldorfer geht es international gleich um sehr viel. Man will sich für die Ligaphase eines Europacup-Bewerbs qualifizieren. "Da haben wir Bock drauf. Da wollen wir unbedingt hin. Dort können sich unsere Spieler weiterentwickeln", meint der Rapid-Coach.

Die neue Ausrichtung muss also schnell fruchten. Viel von dem vorgenommenen soll umgesetzt werden. Hilfreich für die taktischen Änderungen ist, dass die Transfergeschäfte schon großteils vor Vorbereitungsstart abgewickelt wurden. "Ich glaube, dass ein paar Abläufe schon ganz gut passen", sagt Klauß.

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