Das 0:1 gegen Salzburg ist Vergangenheit, die Wiener Austria bereit, auf die Siegerstraße zurückzukehren.
Nachzügler GAK soll am Samstag (17:00 Uhr im LIVE-Ticker >>>) in Graz kein Stolperstein sein, Tabellenführer Sturm dank möglicher Schützenhilfe von Salzburg wieder eingeholt werden. "Wir haben angesprochen, was angesprochen werden musste und es dann auch abgehakt", sagte Trainer Stephan Helm. "Wir schauen optimistisch auf die nächste Aufgabe."
Die Enttäuschung über den Heim-Nuller gegen die Bullen hielt sich in Grenzen, die violette Brust bleibt breit. "Wir sind auch nur Menschen", betonte Kapitän Manfred Fischer nach der ersten Niederlage nach zwölf Pflichtspielen samt elf Siegen. "Wir lassen uns davon sicher nicht beunruhigen."
Immerhin hat man beste Erinnerungen an die Merkur Arena von Graz. Dort eliminierte man Sturm am 1. Februar im Cup-Viertelfinale, sechs Tage später rang man dem Meister am selben Ort immerhin ein Remis ab.
Dragovic "tut Pause sicher auch gut"
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"Man nimmt schon eine positive Energie mit, wenn man weiß, dass man in diesem Stadion zweimal positiv aufzeigen konnte", sagte Helm. Man muss freilich kein Prophet sein, auf die Wiener werden beim Aufsteiger ganz andere Probleme zukommen werden als gegen Sturm oder zuletzt Salzburg.
"Nicht nur von der Spielweise her. Sie sind stets sehr gut organisiert, wissen, was zu tun ist, darauf sind wir eingestellt. Wir werden uns etwas zurechtlegen, damit wir mit einem Erfolg nach Hause fahren können."
Die Leader-Rolle muss diesmal ein anderer bekleiden. Defensivpapst Aleksandar Dragovic ist nach der fünften Gelben gesperrt, kann dadurch immerhin seinen lädierten Knöchel schonen. "Er hat sich die letzten Wochen durchgebissen und die Pause tut ihm jetzt sicher auch gut", sagte Helm.
Ersatz steht mit Lucas Galvao bereit, zudem kehrte Philipp Wiesinger in den Kader zurück. "Da sind wir richtig gut aufgestellt und werden dementsprechend eine gute Lösung finden", gab Helm zu Protokoll.
Poms "überzeugt, dass wir Reaktion zeigen werden"
Der GAK wiederum, aktuell zwei Punkte vor Schlusslicht Altach, muss das bittere 2:4 bei Austria Klagenfurt verdauen und hat sich - namhaften Ausfällen zum Trotz - eine klare Steigerung geschworen. Man habe gegen die Kärntner gerade in der ersten Hälfte "nichts auf den Rasen gebracht", befand Trainer Rene Poms und sah das als eindrückliche Warnung.
"Wir müssen immer an unsere Leistungsgrenze gehen. Das ist uns da wieder aufgezeigt worden", erklärte der Steirer - gab sich aber nicht nachtragend: "Es ist auch menschlich. Ich bin überzeugt, dass wir eine Reaktion zeigen werden."
Eine solche erwartet er allerdings auch aufseiten der Gäste. "Sie wollen sicher das Ergebnis aus dem Spiel gegen die Austria ausmerzen", vermutete Poms. Die Wiener kämen mit "ordentlichem Rückenwind" in die Steiermark.
"Uns ist bewusst, wer am Samstag kommt: ein Gegner im Aufwind, der bis jetzt eine perfekte Saison hingelegt und sich ständig gesteigert hat." Gegen die Austria vermissen die Rotjacken allerdings einige unter der Woche erkrankte Spieler. U.a. fehlen Daniel Maderner, Jacob Italiano, Milos Jovicic und Florian Wiegele.