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"Weniger nachdenken" - Rapids Rezept gegen die Unserie

Im Heimspiel gegen Altach soll der erste Sieg im Kalenderjahr her - die Vorarlberger wollen die Verunsicherung der Hütteldorfer indes nutzen.

Foto: © GEPA

Der SK Rapid ist auf der Zielgeraden im Grunddurchgang der ADMIRAL Bundesliga kräftig ins Straucheln geraten.

Nach drei Niederlagen soll und muss am Samstag im Heimspiel gegen Altach (ab 17:00 Uhr im LIVE-Ticker >>>) ein Sieg her.

"Wir brauchen morgen unbedingt ein Erfolgserlebnis", sagte Markus Katzer, Geschäftsführer Sport, am Freitag. Trainer Robert Klauß erklärte auch, wie das gelingen soll. "Weniger nachdenken, nicht versuchen, es zu schön zu machen, sondern freier handeln", lautet die Devise.

Es geht um das Ende einer Negativserie, die in Hütteldorf Spuren hinterlassen hat. 2025 ist Rapid noch punktlos, seit Ende Oktober gab es nur einen Sieg in neun Ligaspielen. Zugedeckt wurde dies von der erfolgreichen Europacup-Kampagne im Herbst.



Laut Klauß ist die Situation im Klub "relativ ruhig", es werde jetzt nicht alles hinterfragt. "Wir sind grundsätzlich eine gute Mannschaft. Wir sind überzeugt von der Qualität der Spieler, wir sind überzeugt von der Art und Weise, wie wir Fußball spielen, weil wir in dieser Saison in der gleichen Konstellation viele gute Spiele und gute Ergebnisse geliefert haben."

"Es geht wenig um Taktik"

Der 40-jährige Deutsche habe aber "den Finger in die Wunde gelegt" und sachlich Kritik geäußert. "Wir müssen kurzfristig schauen, dass wir ins Punkten kommen und dass wir die Dinge verändern, die uns die Punkte bringen."

Individuelle Fehleranalyse und der richtige psychologische Input sollen dabei helfen. "Es geht wenig um Taktik, sondern immer um kleine Adaptionen. Viel wichtiger wird sein, mit welcher Einstellung gehen wir in das Spiel hinein. Natürlich habe ich diese Woche auch Gespräche geführt, wo ich Erwartungen an die Spieler formuliere, was jetzt gefragt ist und was ich von ihnen sehen möchte."

Laut Katzer "brennt die Mannschaft im Training". Diese Intensität soll auch gegen Altach, gegen das man die letzten sechs Duelle zu Null gewonnen hat, zu sehen sein. Klauß bezeichnete die Vorarlberger als Team mit einem etwas anderen Ansatz.

"Viele Mannschaften stehen extrem tief und kompakt. Altach ist eine Mannschaft, die nach vorne verteidigt, die sehr viel Stress erzeugen will. Damit müssen wir umgehen können."

"Es wird nicht drauf ankommen, dass wir das beste Spiel machen, sondern dass wir ganz viel Willen und Leidenschaft zeigen", sagte der Rapid-Coach, der wieder auf die zuletzt gesperrten Niklas Hedl, Mamadou Sangare und Dion Beljo zählen kann.

Einen guten Eindruck macht zudem Neuzugang Andrija Radulovic, der gegen den LASK als Joker traf. "Es ist gut, dass wir einen weiteren Spieler haben, der Torgefahr ausstrahlt."

Altach will Rapids "Verunsicherung nutzen"

Ligaschlusslicht Altach möchte hingegen die Rapid-Krise verlängern. "Wir wollen frech sein, mutig sein und wollen ihre Verunsicherung nutzen, damit wir die noch Stück weit größer machen", meinte Trainer Fabio Ingolitsch, der von einem "Highlight-Spiel" sprach.

"Ein Auswärtsspiel bei Rapid ist atmosphärisch das Beste, was der österreichische Fußball zu bieten hat. Da braucht es keine Extra-Motivation."

Beim Gastspiel fehlen wird der Gelb-gesperrte Mike Bähre. Dafür könnte Goalie Dejan Stojanovic, der gegen Hartberg wegen eines Hexenschusses gefehlt hatte, wieder fit sein. "Er ist auf einem sehr guten Weg. Aktuell sind wir alle sehr zuversichtlich, dass er im Tor stehen kann", sagte Ingolitsch.

Die Rheindörfler haben aus den letzten zwei Spielen vier Punkte geholt und sehen steigende Tendenzen bei sich. "Wenn wir genau so auftreten, dann brauchen wir uns vor niemandem zu verstecken."


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