Endstand
5:0
4:0, 1:0
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Debakel! Silberberger spricht WSG-Spielern "Tauglichkeit" ab

Die WSG Tirol gerät am Samstag in Hartberg mächtig unter die Räder. Die Warnungen vom Cheftrainer liefen wohl ins Leere. Genau jene verspürt Wattens jetzt:

Debakel! Silberberger spricht WSG-Spielern Foto: © GEPA

Es war eine Abreibung, die sich gewaschen hat!

Die WSG Tirol geriet am Samstag am 28. Spieltag der Admiral Bundesliga so mächtig unter die Räder. So oft hatten die Wattener gar nicht geblinzelt, schon lagen sie in Hartberg nach zehn Minuten 0:2 zurück.

Einen Ausschluss und drei weitere Gegentore später blieb den Tirolern nichts weiter über, als mit gesenkten Köpfen und einem 0:5-Debakel im Gepäck die Heimreise aus der Oststeiermark anzutreten.

Es war ein Auftritt, der die meisten WSG-Spieler "leer" zurückließ, wie auch Ferdinand Oswald meint. Eine Aussage, die auch WSG-Coach Thomas Silberberger bei "Sky" in gewisser Weise nachvollziehen kann: "Natürlich ist eine Leere jetzt da. Es fühlt sich auch so an."

Diese Leere bedeutete jedoch nicht, dass keine Kraft für Kritik mehr vorhanden war - denn von dieser Sorte gab es durchaus genug.

"...dann rennst du in ein Debakel"

"Das Spiel war schon nach zehn Minuten entschieden", analysiert Silberberger mit einer gewissen Schärfe. Dass seine Mannschaft einen derartigen Fehlstart hinlegte, könne er sich nicht wirklich erklären.

"Ich war eigentlich schon der Meinung, dass wir mit einer guten Energie herausgekommen sind aus der Kabine. Dann sind aber die ersten zwei Angriffe von Hartberg gleich zwei Tore. Wir haben dann versucht, das Spiel in den Griff zu bekommen. Dann mit dem drei beziehungsweise vier zu null und der gelb-roten Karte war der Deckel drauf", so der Tiroler.

"Dann rennst du in ein Debakel", stellt Silberberger klar.

Vorsprung auf Tabellenende schmilzt

 

Es war ein Tag, an dem einfach alles schief lief. Aktionen wie das Eigentor von Felix Bacher oder die gelb-rote Karte von Osarenren Okungbowa, die zugleich auch noch einen Elfmeter verursachte, spiegeln den Arbeitstag der Wattener gut wieder.

"Es war schon ein schlechter Auftritt über 90 Minuten. Dass das nicht tauglich war, wissen wir selbst auch", analysiert Silberberger.

Die Bilanz der WSG Tirol in der diesjährigen Qualifikationsgruppe liest sich bis jetzt eher durchwachsen. Zwar sticht ein 4:0-Kantersieg gegen den WAC in der zweiten Runde heraus, gleichzeitig war es aber auch der einzige Sieg. Seitdem gab es nur zwei Punkte.

Silberberger: "Dem muss man die Tauglichkeit für diesen Job absprechen!"

Aktuell beträgt der Vorsprung der Tiroler auf das Tabellende noch sechs Punkte. Dies sei jedoch kein Polster, auf dem man sich ausruhen könne, wie Silberberger verdeutlicht:

"Ich warne schon seit Wochen, dass das noch extrem eng werden kann. Ich bin aber scheinbar der einzige Warner", vermutet der Tiroler, dass sich einige seiner Spieler bereits zu sicher wähnen.

"Wer in dieser Phase nicht erkennt, dass er im Abstiegskampf ist, dem muss man die Tauglichkeit für diesen Job absprechen. Wir sind hier heute mental gescheitert."

Bislang hätten noch nicht alle Spieler erkannt, dass man bei weitem noch nicht gerettet sei: "Definitiv nicht. Das ist das große Problem."

WSG-Cheftrainer gibt Aufstellungs-Fehler zu

Nur auf die Spieler draufzuhauen, sei aber auch nicht ganz fair. An ihm selbst sei ebenfalls durchaus Kritik angebracht, so Silberberger offen. Mit der Aufstellung habe er seiner Mannschaft am Samstag nichts Gutes getan.

Osarenren Okungbowa anstelle von Abwehrchef Raffael Behounek zu bringen, war nicht geade die glücklichste Entscheidung. "Im Nachhinein natürlich. Wenn er (Anm. Okungbowa) nur 35 Minuten spielt und dann mit Gelb-Rot runterfällt, war es natürlich eine Fehlentscheidung. Die Aufstellung war heute nicht die Griffigste, die man im Abstiegskampf braucht", so Silberberger.

So bleibe eben nichts weiteres über, als "sauber zu analysieren und den Fokus nach vorne zu richten."

 

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