news

Gegen Angstgegner: Salzburg will Überholspur nicht verlassen

Wegen der dünnen Personallage ist Trainer Letsch "nicht in Angst und Bange". Die Linzer reisen selbstbewusst nach Salzburg: "Trauen uns eine Überraschung zu."

Gegen Angstgegner: Salzburg will Überholspur nicht verlassen Foto: © GEPA

Der schlafende Riese scheint wachgeküsst und nähert sich in großen Schritten der Ligaspitze.

Der FC Red Bull Salzburg hat nach dem Auftaktsieg gegen den SK Rapid auch am Sonntag (ab 14:30 Uhr im LIVE-Ticker>>>) gegen Blau-Weiß Linz trotz Personalengpass einen Sieg eingeplant. "Es war wichtig, so zu starten. Wir wollen bewusst den Schwung vom Rapid-Spiel mitnehmen", sagte Trainer Thomas Letsch. "Jetzt konzentrieren wir uns nur auf das zweite Spiel."

Vor dem zweiten Meistergruppen-Spiel der ADMIRAL Bundesliga liegen die Salzburger vier Punkte hinter Tabellenführer, der Wiener Austria. Vier ihrer jüngsten fünf Partien haben die "Bullen" gewonnen.

Der Start in den Finaldurchgang glückte zuletzt in Wien. Doch es gibt weiter Personalsorgen. Sieben Spieler mit Stammkraftpotenzial fehlen. Goalie Alexander Schlager wird wegen seiner Adduktorenblessur erneut von Janis Blaswich ersetzt. Außerdem fällt mit Mamady Diambou eine Alternative für die Mittelfeldzentrale aus. Hinzu kommen Sperren von Nicolas Capaldo und Moussa Yeo.

Letsch kündigte an, etwas zu "basteln" - und ließ eine offensive Variante durchklingen.

Gloukh wohl wieder fit

Ein Einsatz des zuletzt kranken Oscar Gloukh, Salzburgs erfolgreichster Scorer, ist offiziell fraglich. Der israelische Dribblanski zeigte sich im Freitagstraining jedoch wieder voller Tatendrang. Wohl auch deshalb ist Letsch angesichts der Personallage nicht "Angst und Bange".

"Wir haben immer noch die Qual der Wahl, weil wir sehr eng zusammengerückt sind. Wenn ich das gestrige Training nehme, da war mit zwei unterschiedlichen Teams so viel Feuer drin."

Der Respekt vor den Linzern ist alleine schon der Statistik wegen groß. Von vier Duellen gewannen die Salzburger nur eines. Beim jüngsten Aufeinandertreffen im November gewann der Außenseiter 2:0. "Blau-Weiß Linz ist vielleicht eine Überraschungsmannschaft, aber das ist eine Mannschaft. Eine, die eine klare Handschrift vom Trainer trägt", betonte Letsch.

Einen reinen Defensivzugang erwartet Letsch vom Gegner nicht. "Ich glaube schon, dass sie ab und an auch frech spielen und ein bisschen höher draufgehen werden."

Linz braucht "außergewöhnliche Leistung"

Die Linzer, die nach dem sensationellen Meistergruppen-Einzug befreit aufspielen können, unterlagen zum Auftakt der Austria mit 0:2. "Nach Austria Wien wartet der nächste Titelanwärter auf uns. Gegen Red Bull Salzburg müssen wir eine außergewöhnliche Leistung auf den Platz bringen, um bestehen zu können", meinte Trainer Gerald Scheiblehner.

"Wir fahren mit sehr viel Vorfreude und Motivation nach Salzburg und trauen uns eine Überraschung zu."

Video: Red Bull Salzburg: Ist die Entwicklung spürbar?


Die Torhüter-Historie von Red Bull Salzburg

Kommentare