Der SCR Altach, Schlusslicht der ADMIRAL Bundesliga, peilt am Samstag einen Befreiungsschlag an.
Mit einem Auswärtssieg über den SK Austria Klagenfurt (Samstag, ab 17:00 Uhr im LIVE-Ticker >>>) und einem gleichzeitigen Punkteverlust des GAK beim LASK würde man die Rote Laterne an die Grazer abgeben. Die fünf Punkte vor Altach liegenden Kärntner wiederum hätten bei einem vollen Erfolg keine großen Abstiegssorgen mehr.
Während Klagenfurt mit einem 3:2 beim TSV Hartberg in die Quali-Gruppe startete, setzte es für Altach eine 0:2-Heimniederlage gegen den LASK. In 14 Partien unter Trainer Fabio Ingolitsch reichte es nur zu einem Sieg und insgesamt acht Zählern.
"Wir müssen schauen, dass wir unsere Chancen verwerten, das ist der Schlüssel, damit wir Spiele gewinnen und auch in der Liga bleiben", meinte Ingolitsch.
Altach-Coach hofft auf "coole Reise"
Oft sei man nur knapp an Erfolgserlebnissen vorbeigeschrammt, betonte der 32-Jährige. "Wir haben viel zu wenige Punkte gemacht, unsere Ansprüche sind viel höher. Die Statistiken sprechen ganz viel für uns, jetzt müssen wir es hinkriegen, dass auch die Ergebnisse für uns sprechen. Dann kann das noch eine ganz coole Reise werden."
Zuversichtlich stimmt Ingolitsch auch, dass Altach reichlich Erfahrung mit dem Abstiegskampf hat. "Der Verein ist in den letzten Jahren immer hinten drinnen gehangen, es ist kein Neuland, das ist positiv, auch wenn es an sich negativ ist", sagte der Coach.
Klagenfurt hingegen spielt erstmals überhaupt in der Quali-Gruppe - und durfte nach dem Sieg in Hartberg gleich einmal durchschnaufen. Matchwinner beim TSV war David Toshevski mit drei Toren.
"Wir kennen ihn und wissen, was er draufhat. Er hat einen guten Lauf, natürlich nimmt man das wahr, wir werden unser Spiel deshalb aber nicht verändern", meinte Ingolitsch. "Doch in der Box müssen wir uns nach ihm orientieren, weil er da ein klarer Zielspieler ist."
Ingolitsch warnt vor Klagenfurtern
Nicht nur wegen Toshevski ist der Respekt vor den Klagenfurtern groß. "Das ist ein Gegner, bei dem man nie genau weiß, was kommt. Sie haben die Qualität, tief und kompakt zu verteidigen, auf der anderen Seite aber auch spielerische Qualitäten. Wir müssen für alles gewappnet sein", warnte Ingolitsch.
Klagenfurt-Coach Peter Pacult fordert von seinen Kickern, an die Leistung vom Hartberg-Match anzuschließen. "Wir müssen die Tugenden auf den Platz bringen, die wir in Hartberg gebracht haben. Da haben wir spielerisch genauso wie kämpferisch überzeugt, und das wird gegen Altach wieder gefragt sein. Es wird eine schwere Aufgabe, doch nach diesem Auswärtssieg wollen wir zu Hause natürlich unbedingt nachlegen", meinte Pacult.