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Oumar Diakite: Der Stürmer, der Sturm fehlte

Bei seinem Startelf-Debüt schoss Diakite die Grazer per Doppelpack zum Sieg. Dabei ist er noch nicht mal bei vollen Kräften. Welche Mischung ihn so besonders macht:

Oumar Diakite: Der Stürmer, der Sturm fehlte Foto: © IMAGO / STEINSIEK.CH

Alle 45 Minuten ein Tor in der ADMIRAL Bundesliga.

Die bisherige Quote von Oumar Diakite kann sich sehen lassen. Mit seinem Doppelpack gegen die Austria Wien steht der 22-jährige Leihstürmer von Stade Reims bei drei Toren.

"Ich bin sehr, sehr glücklich, dass ich diese zwei Tore erzielen konnte - und natürlich, dass ich meiner Mannschaft helfen konnte", sagt der Sturm-Matchwinner nach dem 2:0-Sieg bei der Austria am "Sky"-Mikro.

90 oder weniger?

Die aktuell so unfassbare Quote hat aber einen Grund: Diakite ist weiterhin nicht 100 Prozent fit. Deshalb kam er bis zum Austria-Match nur als Joker und wurde gegen die "Veilchen" trotz seiner zwei Tore nach 64 Minuten ausgetauscht.

Diakite selbst gab nach dem Match an, in etwa bei 90 Prozent zu sein.

Das sah sein Trainer Fabio Ingolitsch etwas anders: "Ich sehe ihn noch nicht bei 90 Prozent, ehrlicherweise. Weil ich weiß, was ein fitter Oumar bringen kann."

Über die vergangenen Wochen hätte sich der Stürmer zwar gesteigert. "Aber man hat auch heute gesehen, dass der Tank spätestens in der 55. bis 60. Minute - wenn er voll intensiv spielt, was wir natürlich wollen  - sehr, sehr leer wird."

Die "spezielle Ausgangslage"

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Diakite damals im Trikot des FC Liefering
Foto: ©GEPA

Obwohl der Stürmer jedenfalls noch nicht zu 100 Prozent fit ist, erhält er großes Lob von seinem Trainer: "Er ist das Puzzleteil, das uns gefehlt hat."

Dabei besitzen Ingolitsch und Diakite eine gemeinsame Vergangenheit. Beim FC Liefering trainierte der 34-Jährige den Ivorer 24 Spiele lang. Inklusive der vier Partien bei Sturm ist Ingolitsch nun der Trainer, unter dem Diakite am häufigsten auflief.

"Wir haben da eine spezielle Ausgangslage", bezeichnete es der Coach am "Sky"-Mikro: "Zum einen hat er schon länger mit mir zusammengearbeitet - also weiß er, worum es geht, auch gegen den Ball."

Tempo, Physis, Abschlussstärke

Das komplette Profil des 31-fachen Teamspielers der Elfenbeinküste hebt Ingolitsch ebenso hervor: "Er hat den nötigen Speed, um unser typisches Sturm-Spiel zu spielen. Zum anderen hat er die physische Komponente, dass er stabil ist, um Bälle festzumachen."

Dazu kommt laut dem Trainer seine Entwicklung vor dem Tor: "Er ist viel ruhiger, cooler geworden - und ein bisschen älter. Die drei Jahre, in denen wir uns nicht gesehen haben, ist schon viel passiert bei ihm."

Wie Ingolitsch betont, nimmt Diakite auch neben dem Platz eine wichtige Rolle ein. So hielt er nach der Partie eine Ansprache ab. Gestartet hat er sie auf Deutsch, dann musste er auf Englisch "switchen", meinte der Coach.

"Ich habe viele Wörter vergessen und brauche noch ein bisschen Zeit und etwas Deutschkurs", sagte Diakite lächelnd bei "Sky". Die Entwicklung hört also nicht auf ...

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