Im November 2018 heuerte Andreas Schicker als Chefscout beim SK Sturm Graz an, seit Mai 2020 agiert er beim Vizemeister als Geschäftsführer Sport.
Erst im vergangenen November verlängerte er seinen Vertrag bis Ende Juni 2026, es war die Bestätigung seiner überragenden Arbeit bei den "Blackies". Gemeinsam mit Trainer Christian Ilzer entwickelte der 36-Jährige in Graz ein Erfolgsmodell, mit dem man auch Liga-Krösus Red Bull Salzburg das Leben schwer macht.
Im Cup wurden die "Bullen" erst kürzlich rausgeworfen, in der Bundesliga beträgt der Rückstand ebenfalls nur sechs Zähler. Eine Kampfansage "macht aus unserer Sicht momentan aber keinen Sinn, dafür sind noch zu viele Spiele", meint Schicker im Interview mit "Transfermarkt".
Meistertitel nicht das ganz große Ziel
"Wenn wir zum Schluss noch die Möglichkeit haben, wollen wir natürlich angreifen. Andererseits können wir es gut einschätzen: Wenn Salzburg einen Lauf hat und in der Meistergruppe einen Punkteschnitt von mindestens 2,6 erreicht – dann wird es schwierig", sagt der frühere Verteidiger.
Der es nicht als großes Ziel sieht, den Mozartstädtern den Meistertitel streitig zu machen. "Wir sind gut beraten, uns andere Ziele zu setzen. Natürlich will jeder Verein Titel gewinnen."
"Viel wichtiger ist jedoch, dass wir weiterhin konsequent einen klaren Weg verfolgen, um unseren Verein Stück für Stück nach oben zu bringen, auch was das Wirtschaftliche und die Infrastruktur anbelangt", betont Schicker.
Sturm wolle keine "Eintagsfliege sein, sondern ein so gefestigtes Fundament haben, um regelmäßig in der Gruppenphase eines europäischen Wettbewerbs dabei zu sein", erklärt der Geschäftsführer Sport weiter.
"Ein Ziel, das ich eines Tages erreichen möchte"
Der sich selbst ebenfalls ambitionierte Ziele setzt.
"Für mich ist die deutsche Bundesliga schon sehr interessant", offenbart er. "Es ist in Deutschland gefühlt alles zehnmal so groß, nicht nur von der Einwohnerzahl, sondern auch dem, was der Markt hergibt, was in den Vereinen möglich ist."
"Daher wäre das für mich sehr spannend, in so einem Umfeld zu arbeiten. Es ist ein Ziel, das ich eines Tages erreichen möchte", träumt Schicker von einem Engagement in Deutschlands höchster Spielklasse.