Thomas Müller gab bekannt, dass er den FC Bayern München nach 25 Jahren im Sommer verlassen wird (Alle Infos >>>).
Beim deutschen Rekordmeister erhält der 35-Jährige keinen neuen Vertrag, welcher nach Ende der Saison ausläuft. 743 Pflichtspiele stehen bislang für den Offensivspieler zu Buche, womit er alleiniger Rekordmann des Klubs ist.
Dementsprechend war die Entscheidung der Bayern-Verantwortlichen alles andere als leicht, Müller nicht mit einem neuen Arbeitspapier auszustatten.
Müller genießt "allerhöchste Wertschätzung"
"Diese Entscheidung war extrem schwer, das kann jeder nachvollziehen. Am Ende waren es Gründe der Kaderplanung, und am wichtigsten ist, dass man sich danach in die Augen schauen kann. Das ist hier der Fall", sagte Sportdirektor Christoph Freund.
Dem kann Sportvorstand Max Eberl in ähnlicher Natur nur zustimmen: "Diese Entscheidung ist uns verständlicherweise alles andere als leichtgefallen, und ausschlaggebend war am Ende ganz allein die Kaderplanung, bei der wir den Fokus auf die Zukunft richten. Die Gespräche, die wir mit Thomas geführt haben, verliefen von beiden Seiten offen und transparent. Thomas weiß, dass er beim FC Bayern die allerhöchste Wertschätzung genießt."
Ein Aushängeschild
Müller gab am 15. August 2008 unter Jürgen Klinsmann gegen den HSV sein Profi-Debüt. Seitdem holte er mit dem Klub 32 Titel, darunter zwölf Meisterschaften und zweimal die UEFA Champions League.
"Es ist klar, dass das für mich heute alles andere als ein Tag wie jeder andere ist. Meine 25 Jahre lange Zeit als Spieler des FC Bayern München wird im Sommer zu Ende gehen. Es war eine unglaubliche Reise, geprägt von einzigartigen Erlebnissen, großartigen Begegnungen und unvergesslichen Triumphen. Ich empfinde enorme Dankbarkeit und Freude, dass ich diese Karriere bei meinem Herzensklub machen durfte", gab sich die Legende emotional.
Der 35-Jährige wird als das Aushängeschild des Vereins betrachtet. Keiner verkörpert die Werte des Klubs so wie Thomas Müller. Dies brachte auch der Sportdirektor zum Ausdruck.
"Einen wie ihn wird es nie wieder geben"
"Thomas Müller: Keine Tricks, keine Show – dafür ungemein viel Instinkt und außergewöhnliche Spielintelligenz - Fußball pur. Einen wie ihn wird es nie wieder geben, keine Frage, und er hat den FC Bayern von klein auf verinnerlicht", sagte Freund.
Mit der Personalie Thomas Müller hat der FC Bayern nun Klarheit geschaffen, womit man den Fokus auf die Schlussphase der Saison setzen kann. Die Devise lautet jetzt Titel, gekrönt soll dies mit einem "Finale dahoam" in der UEFA Champions League werden. Auch bei der Klub-WM in den USA wird Müller mitwirken.
"Jetzt werden wir alles dafür geben, um zum Ausklang noch gemeinsam Titel zu holen", meinte etwa Freund.
Und auch Müller selbst gab ein versöhnliches Abschlusswort: "Wir werden in den nächsten Wochen alles geben, um die Meisterschaft wieder nach München zu holen und unser ersehntes Finale Dahoam zu erreichen. Pack ma‘s gemeinsam an!"