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Leipzig-Sportchef: RB "nicht auf Augenhöhe mit den Bayern"

Leipzigs Geschäftsführer Sport will wieder mehr Realismus bei den "Roten Bullen" einkehren lassen. Dennoch sei das Ziel langfristig die Meisterschaft.

Leipzig-Sportchef: RB Foto: © getty

RB Leipzig hat in dieser Spielzeit nur noch eine verbleibende Titelchance. 

Im Viertelfinale des DFB-Pokals trifft die Mannschaft von Marco Rose auf Ralph Hasenhüttl und den VfL Wolfsburg (ab 20:30 Uhr im LIVE-Ticker >>>). Gewinnt man dieses Duell, steht man unter den vier besten Teams des Cupbewerbs. 

Weit weg davon liegen die Sachsen in der Deutschen Bundesliga sowie der UEFA Champions League. Während man im Meisterrennen mit 20 Punkten Rückstand auf den FC Bayern gar keine Rolle mehr spielt, lief es in der "Königsklasse" noch schlechter.

Einzig gegen Sporting Lissabon konnte RB Punkte holen, beendete die Ligenphase letztendlich mit drei Zählern auf dem enttäuschenden 32. Platz. 

Schäfer: "Man muss realistisch sein"

(Text wird unterhalb des Videos fortgesetzt)

Immer wieder wurde ob der Performances in Champions League und Bundesliga Cheftrainer Marco Rose infrage gestellt. Von Klubseite gab es bisher stets Rückendeckung. Doch wie steht es um das Selbstverständnis der "Roten Bullen"?

Geschäftsführer-Sport Marcel Schäfer betont nun gegenüber "RBLive": "Trotz der Ambitionen, die wir haben, das Maximum aus jedem einzelnen Spieler, aus der Mannschaft, aus diesem Klub herauszuholen, dürfen wir nicht in eine Spirale geraten, dass alles andere als die Deutsche Meisterschaft eine Enttäuschung ist."

Es gebe weiterhin Vereine, die wirtschaftlich in einer anderen Liga spielen würden. Zumindest hinsichtlich der Transferausgaben stimmt das nicht unbedingt. In den vergangenen zehn Jahren hatte nur ein Bundesligist ein größeres Transferminus als Leipzig - nämlich die Bayern.  

Die Gunst der Stunde muss genutzt werden

Mit den Münchnern will sich Schäfer jedenfalls nicht vergleichen: "Sehen Sie es denn als realistisch an, dass wir schon mit Bayern München auf gleicher Augenhöhe sind? Man muss realistisch sein und sagen: Nein, das sind wir nicht! Jeder Klub hat seinen wirtschaftlichen Rahmen zu berücksichtigen und muss auch ehrlich zu sich selber sein."

Nichtsdestotrotz untermauert der Sportchef des zweifachen Pokalsiegers: "Heißt das, dass wir nie Deutscher Meister werden? Nein, das heißt es nicht. Natürlich können wir Deutscher Meister werden. Leverkusen und auch andere Klubs wie Dortmund, Wolfsburg oder Stuttgart haben gezeigt, dass man da sein kann, wenn Bayern schwächelt."

Wenn diese Phase wieder kommt, müsse laut Schäfer aber alles passen. "Jeder Transfer müsste sitzen, wir müssten uns in einen absoluten Flow spielen und dürften nahezu keine Verletzten haben", erklärt er.


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