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ÖFB-Frauen wollen Niederlande als Underdog überraschen

Die Elf von Cheftrainer Alexander Schriebl möchte an jenem Ort des Erfolgs bei der EM 2017 abermals triumphieren. Und das, trotz Außenseiterrolle.

ÖFB-Frauen wollen Niederlande als Underdog überraschen Foto: © GEPA

Auf niederländischem Boden hat Österreichs Frauen-Fußball-Nationalteam 2017 mit dem EM-Halbfinale den bisher größten Erfolg erzielt. Am Freitag (20:00 Uhrim LIVE-Ticker >>>) darf sich die ÖFB-Auswahl wieder einmal dort beweisen.

Gespielt wird diesmal in Almelo, es ist der erste Teil eines Nations-League-Doppels gegen den Ranglistenzehnten. Die Niederländerinnen sind den Österreicherinnen in der Gruppe A1 nach zwei Partien einen Punkt voraus und auch deshalb im Besitz der Favoritenrolle.

"Sie sind eine Topnation mit herausragenden Spielerinnen, der Stellenwert des Frauenfußballs ist enorm, ein fast ausverkauftes Haus, da müssen wir noch nachbessern", sagte ÖFB-Teamchef Alexander Schriebl.

Zumindest 9.000 Fans werden im Asito Stadion erwartet. Genauso wie Tore von Wolfsburgs Lineth Beerensteyn oder Manchester Citys Vivianne Miedema.

"Lineth ist extrem schnell, eine Waffe vorne. Viv ist die Kreativere, die die Bälle durchsteckt und sichert. Es ist wichtig, ihnen wenig Räume zu lassen", unterstrich die mit Beerensteyn gut befreundete Sarah Zadrazil.

"Werden viel zu tun haben"

Beerensteyn hält nach dem 2:2 in Deutschland und 2:1 in Schottland schon bei drei Toren. "Da werden wir viel zu tun haben", wusste Schriebl. Zu rechnen sei mit nur "wenigen" Ruhe- und Erholungsphasen.

Da braucht es viel Energie, um auch dagegenhalten zu können. Beim 1:4 in Deutschland reichte diese nur, um dem großen Favoriten bis zum 2:1 in der 55. Minute Paroli bieten zu können. "Wir brauchen mindestens genauso viel Intensität", war sich Schriebl sicher. Auch Zadrazil sah Deutschland und die Niederländerinnen "absolut auf Augenhöhe".

Die ÖFB-Truppe setzt auf die gleichen Mittel, mit denen die DFB-Auswahl vor der Pause geärgert werden konnte. "Wir werden unseren Spielplan nicht groß verändern, wollen über Pressing und Dynamik kommen", verriet Zadrazil.

Gleichzeitig hoffte sie darauf, ein "paar Learnings aus dem Deutschland-Spiel umsetzen zu können". Schriebl bezeichnete den Gegner nur im Umschaltspiel als etwas anfällig. "Sollten sie den Ball verlieren, sind das unsere Möglichkeiten. Sonst sind sie irrsinnig kompakt. Wir können ihnen nur Probleme bereiten, wenn wir sie in einer Unordnung erwischen."

Zinsberger gegen Van Domselaar

Bezüglich der Aufstellung wollte er sich erst nach dem Abschlusstraining am Donnerstagabend festlegen. "Wir haben wieder viel Qualität im Lehrgang gehabt, es fällt schwer, Entscheidungen zu treffen", betonte der Salzburger.

Fix einlaufen wird Torfrau Manuela Zinsberger, die es mit ihrer Arsenal-Kollegin Daphne van Domselaar zu tun bekommt, und auch Sarah Zadrazil, die gegen Deutschland verletzungsbedingt gefehlt hatte.

"Sie ist nicht nur bei uns, sondern auch bei Bayern sehr wichtig, sie wird einen großen Einfluss auf dieses Spiel haben", sagte Schriebl. Ob Rückkehrerin Maria Plattner schon eine Rolle spielen wird, wird sich zeigen.

Die 23-Jährige hat jedenfalls gute Karten für die Zukunft. "Ich mag ihren Spielstil, wenn sie ihren Weg weitergeht, ist sie ein wichtiger Part für uns", betonte Schriebl. Zudem bezeichnete er sie als "Zwilling" zu Annabel Schasching, die wiederum eine Spielerin sei, die die nächsten Jahre prägen werde.

Erst zwei Duelle in Pflichtspielen

Beim einzigen Sieg gegen die Niederländerinnen erzielte Zadrazil in einem Test auf Malta im Februar 2023 (2:1) das Siegestor. Daneben gab es ein Remis und fünf Niederlagen, Pflichtspiele wurden nur zwei im Rahmen der Qualifikation für die WM 2007 (0:1,0:4) gespielt.

Bei der EM 2017 trafen die beiden Teams nicht aufeinander. Für Österreich war da bei der Endrunden-Premiere erst im Halbfinale im Elfmeterschießen gegen Dänemark Endstation.

Von jenen Akteurinnen, die am 3. August 2017 in Breda in der Startelf standen, sind Zinsberger, Katharina Schiechtl, Virginia Kirchberger, Sarah Puntigam, Verena Hanshaw, Laura Feiersinger und Zadrazil auch diesmal im Kader dabei.

Ein Großteil davon zählt nach wie vor zu den Leistungsträgerinnen. "Wir haben uns kurz über die EURO unterhalten, das sind gute Erfahrungen, aber es ist halt schon sehr lange her, es hat sich viel verändert", erläuterte Zadrazil. Eines ist gleich geblieben, in der Außenseiterrolle sind die Österreicherinnen wie zum Start der EM 2017.



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