Den dritten und letzten Nachmittag bei den Testfahrten der Formel 1 auf dem Bahrain International Circuit führt George Russell an.
Der Mercedes-Pilot fährt in der Dunkelheit (Lokalzeit) ca. sechs Minuten vor Schluss auf dem C3-Reifen die schnellste Rundenzeit, in 1:29.545 Minuten ist der Brite aber nicht schneller als jene Zeit, die Williams-Pilot Carlos Sainz Jr. (1:29.349 Minuten) am Vorabend setzte.
Zweiter wird der amtierende Weltmeister Max Verstappen im Red Bull, dem Niederländer fehlen 0,021 Sekunden. Dritter wird Williams-Pilot Alex Albon (+0,105), der im Gegensatz zu seinem Ex-Red-Bull-Teamkollegen nicht die C3-, sondern die etwas weicheren C4-Reifen nutzt.
Die Top 5 runden mit etwas Abstand McLaren-Pilot Oscar Piastri (4./+0,395) und Alpine-Pilot Pierre Gasly (5./+0,495) ab. Lewis Hamilton wird im Ferrari Sechster (+0,800), gefolgt von Yuki Tsunoda (+0,952) im Racing Bulls und Haas-Pilot Esteban Ocon (9./+1,183).
Die Neun geht an den Vormittags-Schnellsten Charles Leclerc (+1,266/Ferrari), der wie Mercedes-Rookie Andrea Kimi Antonelli (10./+1,343) nicht am Nachmittag dabeigewesen ist.
Gasly und Russell zwischenzeitlich vorne, Verstappen mit Dreher
Leclerc legte am Vormittag mit einer Zeit von 1:30.861 Minuten vor. Erstmals schneller in der abschließenden Session war Gasly, der sich mit einer Zeit von 1:30.657 Minuten zwischenzeitlich auf die Eins schiebt. Es kommt zu einem kleinen Abtausch mit Russell, wobei Gasly bei zwei verbleibenden Stunden die Oberhand gegenüber dem Briten hält. Die erste Zeit unter 1:30 Minuten fährt aber Verstappen.
Der Niederländer ist es auch, der 21 Minuten vor Ende einen kleinen Dreher in Kurve 1 hinlegt. Beim Beschleunigen zeigt der vierfache Weltmeister einen Burnout und beendet die Session mit einem letzten Testprogramm, das durch fluoreszierende Farbe auf dem RB21 sichtbar wird.
Rotphase wegen Shuttle-Bus, Alonso ersetzt Stroll
In den ersten zehn Minuten der Nachmittagssession gibt es erneut eine rote Flagge - diesmal aber nicht wegen einer gebrochenen Glasscheibe, wie am Vormittag (Alle Infos >>>).
Offenbar verirrte sich ein Shuttle-Bus, fuhr gefährlich nah an der Strecke entlang. "Sky"-Experte Ralf Schumacher begegnete der Situation mit Humor und scherzte, dass das "absichtlich für Netflix gemacht" worden sei.
Am Testrhythmus änderte das aber nichts, mit der grünen Flagge gingen die Fahrer und Teams ihren Programmen nach. Einen spontanen Fahrertausch gab es aber bei Aston Martin: Weil sich Lance Stroll, der für den Nachmittag eingeplant war, "nicht wohl" fühlte, blieb Fernando Alonso sitzen und absolvierte damit wie Verstappen und Albon - die allerdings geplant - am ganzen Tag teil.