Warm anziehen heißt es für alle Laufbegeisterten, die am Sonntag beim 42. Vienna City Marathon an den Start gehen werden. Die Geosphere Austria erwartet zum Start um 9 Uhr etwa null Grad, auch die Höchsttemperaturen dürften nicht über 3 oder 4 Grad hinausgehen. Das liegt unter den perfekten Marathon-Laufbedingungen von 8 bis 10 Grad.
Zudem könnten Windböen bis zu 50 km/h für nicht ganz optimale Bedingungen sorgen. "Es wird leistungseinschränkend. Aber es wird trotzdem ein offensives Rennen geben", so Johannes Langer von der Rennleitung. Die Streckenrekorde von 2:05:08 bei den Männern und 2:20:59 werden damit wohl schwer zu knacken sein.
Immerhin dürfte es wohl eher trocken bleiben, sollte doch leichter Niederschlag fallen, könnte dieser in Form von Regen oder Graupelschauern kommen. Danach sieht es aber derzeit eher nicht aus.
Tee und Ponchos
Der Veranstalter hat vorgesorgt, die Teilnehmer werden im Ziel mit Tee versorgt werden, auch Tausende Ponchos habe man organisiert, sodass sich alle Läufer gleich nach dem Rennen damit einwickeln könnten, so VCM-Geschäftsführer Dominik Konrad.
Auch die Garderobenausgabe solle schnell abgewickelt werden, dennoch empfielt Konrad, dass Angehörige, die im Ziel warten, schon dort mit wärmerem Gewand bereitstehen.
Favoriten kommen aus Kenia
Angeführt wird das Feld heuer von Vibian Chepkirui (Bestzeit 2:20:59) und Justus Kangogo (2:05:57). Die Topathleten zeigten sich bei einem Medientermin zuversichtlich. "Wir gehen top-vorbereitet ins Rennen", so Kathrin Widu. Und Chepkirui ergänzte: "Mir ist eigentlich egal, wie das Wetter ist. Wir können es nicht ändern, wir haben die Straße, wir laufen."
Österreichs Topläufer Andreas Vojta sind die kalten Temperaturen lieber, als wenn es zu warm sei, er hat auch einen Tipp für Hobbyläufer: "Wenn du zur Startlinie gehst und dir ist ein bisschen kühl, ist das genau richtig. Wenn du die Temperatur da schon als angenehm empfindest, hast du zu viel an", ist der Olympia-Teilnehmer von 2012 überzeugt.
Neben dem Marathon gehen am Sonntag parallel auch ein Halbmarathon und ein Staffelmarathon über die Bühne. Eröffnet wird das Laufwochenende bereits am Samstag, unter anderem mit einem Lauf um die Wiener Ringstraße. Insgesamt wird ein Teilnehmerrekord von über 45.000 Läuferinnen und Läufern erwartet.
Im Zuge dessen kommt es zu zahlreichen Straßensperren: