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ÖTV-Kapitänin Marion Maruska stellt ihr Team vor

Durch einige Absagen feiern gleich drei Spielerinnen ihr Billie-Jean-King-Cup-Debüt für Österreich.

ÖTV-Kapitänin Marion Maruska stellt ihr Team vor Foto: © GEPA

Gleich drei Debütantinnen stehen im Kader von ÖTV-Kapitänin Marion Maruska für das Euro-Afrika-Zonen-Turnier vom 8. bis 12. April in Vilnius.

Neben der erfahrenen Ex-Weltranglisten-54. Julia Grabher und der 19-jährigen Tamara Kostic (WTA-526.) finden sich auch Arabella Koller (WTA-600.), Mavie Österreicher (WTA-976.) und Ekaterina Perelygina (WTA-1008.) erstmals in der rot-weiß-roten Mannschaft wieder.

So mancher Tennis-Insider hat diese Namen zwar vielleicht schon das eine oder andere mal vernommen, einer breiten Öffentlichkeit ist das Trio bislang aber wohl nicht bekannt.

Für LAOLA1 nahm sich Maruska Zeit, um euch ihre Spielerinnen ein bisschen näher vorzustellen.

Gegner in der litauischen Hauptstadt sind übrigens Lettland, Portugal und Kroatien.

Arabella Koller (WTA-600 - 24 Jahre)

Arabella Koller (WTA-600 - 24 Jahre)
Arabella Koller in Action.
Foto: © GEPA

"Sie trainiert in Salzburg bei der Tennisbase von Gerhard Mild. Arabella hat im letzten Jahr ein bisschen einen Sprung gemacht und bei einigen 15.000-Dollar-Turnieren auf Hardcourt sehr gut gespielt. Sie fühlt sich auf diesem Belag auch sehr wohl, obwohl sie eigentlich vom Sandplatz kommt.

Sie hat ihr Spiel ein bisschen umgestellt. Sie spielt mehr an der Linie und geht auch öfters nach. Das ist ihr im vergangenen Jahr bei der Wild-Card-Challenge in Linz sehr gut gelungen, die hat sie damals gewonnen und sich dadurch in der Qualifikation versuchen dürfen. Sie hat im letzten Jahr auch bei der Spielentwicklung einen Schritt nach vorne gemacht.

Leider war sie zuletzt ein bisschen verletzt. Sie steht jetzt so um die 600, kann sich heuer aber sicher noch auf die 300 verbessern. Und dann vielleicht sogar noch ein bisschen weiter. Für die Top 100 müsste sie wahrscheinlich noch aggressiver werden. Da sehe ich doch noch ein paar Entwicklungsschritte."

Ekaterina Perelygina (WTA-1008 - 18 Jahre)

Ekaterina Perelygina (WTA-1008 - 18 Jahre)
Ekaterina Perelygina ist noch nicht lange Österreicherin.
Foto: © GEPA

"Die Katie trainiert schon seit zwei, drei Jahren beim ÖTV, ist aber erst seit dem 1. Jänner 2024 Österreicherin. Sie lebt aber schon seit sechs oder sieben Jahren in Wien.

In den letzten Jahren hat sie mit Lukas Jastraunig trainiert. Als Lukas zum ÖTV gekommen ist, hat sie dank einer Sonderregelung weiter mit ihm trainieren können. Seitdem sie Österreicherin ist, ist sie auch ÖTV-Vertragsspielerin.

Sie kann sehr gut und schnell spielen und hat auch sehr viel Potenzial. Sie hat sicherlich noch einige Entwicklungsschritte vor sich, das Potenzial für eine Top-200-Spielerin ist aber da. Sie muss noch konstanter und körperlich fitter werden. Vielleicht gehen sich dann auch die Top 100 aus. Sie kann sehr schnell spielen."

Mavie Österreicher (WTA-976 - 22 Jahre)

Mavie Österreicher (WTA-976 - 22 Jahre)
Mavie Österreicher hatte es mit vielen Verletzungen zu tun.
Foto: © GEPA

"Mavie kommt aus Wien und trainiert bei Ruslan Rajnov. Sie ist der gleiche Jahrgang wie Sinja (Anm.: Kraus) und eigentlich seit der Jugend immer vorne dabei gewesen. Leider hatte sie schon viele schwere Verletzungen. So hatte sie zum Beispiel schon zwei Mal einen Kreuzbandriss – da leide ich stark mit, das hatte ich nämlich auch.

Das ist wirklich zäh, nach so etwas wieder zurückzukommen. Und immer, wenn sie den Anschluss wieder ein bisschen gefunden hat, hat sie sich wieder verletzt. Deshalb hat sie eigentlich nie mehr als sieben bis zehn Turniere in einem Jahr gespielt.

Sie ist ein Lefty, hat ein sehr gutes Spielverständnis. Es würde mich echt interessieren, wie weit sie es nach vorne schafft, wenn sie einmal ein Jahr verletzungsfrei bleibt. Sie hat Potenzial."

Julia Grabher (WTA-336 - 28 Jahre)

Julia Grabher (WTA-336 - 28 Jahre)
Julia Grabher war schon in den Top 60 der Weltrangliste.
Foto: © GEPA

"Julia hat sich in ihrem Spiel stark verbessert. Ich habe sie zuletzt in Linz spielen gesehen. Es fehlt ihr noch ein bisschen die Konstanz in ihrer Vorhand – das ist ja eigentlich ihre Waffe. Die ist im Moment noch ein bisschen zu fehleranfällig.

Im Vergleich zu ihrem Comeback im Vorjahr ist es aber schon ein Riesenschritt nach vorne. Da hat sie doch einige Probleme gehabt und war auch nicht ganz fit. Sie hat sich nun aber in einigen Bereichen verbessert. Die Rückhand ist ein bisschen konstanter geworden, auch auf Hardcourt läuft es besser. Die Vorhand muss jetzt einfach noch konstanter werden. Die Power ist schon da.

Es braucht wohl noch ein paar Matches und vor allem das Selbstvertrauen. Das kommt wahrscheinlich mit ein paar Siegen, die sie bislang noch nicht holen konnte. Auch, weil sie natürlich bei den großen Turnieren auf starke Spielerinnen traf. Jetzt muss sie sowieso wieder kleinere Turniere spielen, da wird sie dann auch wieder mehr gewinnen. Mit dem nötigen Selbstvertrauen kann es dann wieder zurück nach oben gehen. Ich bin davon überzeugt, dass Julia einfach nur die Matches fehlen."

Tamara Kostic (WTA-526 - 19 Jahre)

Tamara Kostic (WTA-526 - 19 Jahre)
Tamara Kostic kann und will durchstarten.
Foto: © GEPA

"Tamara spielt gerne auf Hardcourt. Das Spiel liegt ihr. Auch ihr fehlen ein paar Matches, da sie ins Heeressportzentrum eingerückt ist. Da verliert man einfach ein paar Wochen. Jetzt hat sie einen größeren Aufbau gemacht und ist nun in die Saison gestartet. Wenn sie auf dem Level der W35-Turniere ein paar Matches gewinnt, kann sie da wieder durchstarten."

Mehr über den Werdegang von Tamara Kostic könnt ihr hier lesen>>>

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