Kälte, Chaos und knallharte Konkurrenz – der erste Weltcup der Saison verlangte den Athletinnen alles ab.
Mittendrin: Lisa Sophie Axmann, die sich mit Kampfgeist und Nervenstärke durch ein Wechselbad der Gefühle kämpfte. Nach einer starken Qualifikationsrunde, in der sie als Zwölfte souverän das Semifinale erreichte, belegte sie dort den 13. Platz – ein solides Ergebnis, das ihr wertvolle Punkte für die Weltcup-Serie sichert.
Der Weltcup in Kairo markierte den Startschuss für die neue Saison des Modernen Fünfkampfs. Bei schwierigen äußeren Bedingungen und einem hochkarätigen Teilnehmerfeld wurde deutlich: Wer hier bestehen will, braucht nicht nur athletische Klasse, sondern auch mentale Stärke. Unvorhergesehene Wettkampfplanänderungen, organisatorische Herausforderungen und die gnadenlose Kälte stellten die Athletinnen auf die Probe.
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Starke Qualifikation trotz mentaler Herausforderungen
Bereits zu Beginn war Axmann gefordert: Eine kurzfristige Änderung im Zeitplan brachte ihre Vorbereitung durcheinander. Fechten rückte unerwartet an die erste Stelle – statt des geplanten Obstacle-Rennens. Eine mentale Hürde, die sie zunächst spürte, doch mit zunehmender Wettkampfdauer fand sie in ihren Rhythmus. Mit 19 Siegen und 17 Niederlagen bewies sie, dass sie sich auch unter Druck behaupten kann.
Im Schwimmen zeigte sich eine klare Steigerung im Vergleich zur Vorbereitungsphase. Trotz müder Beine fühlte sie sich im Wasser stabil und wusste, dass sie noch mehr aus sich herausholen kann. Das neue Obstacle-Rennen, das sich als Schlüsseldisziplin im Modernen Fünfkampf etabliert, wurde für viele zur Nagelprobe – auch für Axmann. Besonders die "Tilting Ladders" verlangten ihr alles ab, doch sie kämpfte sich durch und sicherte sich mit einem starken Laser-Run ihr Ticket für das Semifinale.
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Semifinale: Neue Herausforderungen, neue Erkenntnisse
In der Setzrunde wartete noch härtere Konkurrenz – und neue Herausforderungen. Im Fechten blieb Axmann unter ihren Möglichkeiten, trotzdem war das Ergebnis angesichts des hohen Niveaus der Konkurrenz solide. Auch im Obstacle-Kurs unterliefen ihr einige Fehler, ein Hindernis „Flying Hoops“, das sie zuvor noch nie trainiert hatte, kostete wertvolle Sekunden. Dennoch ließ sie sich nicht beirren.
Im Schwimmen setzte sie auf eine taktisch kluge Strategie und hielt sich bewusst zurück, um im abschließenden Laser-Run noch einmal alles herauszuholen. Und genau dort kam ihre beste Leistung des Tages: Mit einer persönlichen Bestzeit bewies sie, dass sie immer näher an die Weltelite heran kommt.
Fazit: Stark gekämpft, klare Ziele für die Zukunft
Auch wenn das Finale diesmal außer Reichweite blieb, war der Weltcup in Kairo für Axmann ein wichtiger Meilenstein.
Sie hat gezeigt, dass sie auf internationalem Niveau konkurrenzfähig ist, sich schnell an neue Herausforderungen anpassen kann und genau weiß, woran sie weiter arbeiten muss.
"Ich bin stolz darauf, wie ich mich umgestellt habe – von Obstacle auf Fechten, von Chaos auf Fokus. Und hey, ich hab meinen Couscous nicht vergessen – das ist auch ein Erfolg!“ lachte sie nach dem Wettkampf.
Der Blick richtet sich nun auf die kommenden Weltcups. Die Basis ist gelegt, die Erfahrungen aus Kairo sind wertvoll, und die Motivation, weiter an den entscheidenden Details zu feilen, ist groß. Lisa Sophie Axmann hat sich eindrucksvoll in die Saison gekämpft – und das war erst der Anfang.