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Ein Hüne hält die Viertelfinal-Chancen der Capitals am Leben

Goalie Tyler Parks wurde im zweiten Pre-Playoff-Spiel gegen Fehervar zum Matchwinner. Damit gibt es am Freitag das Entscheidungsspiel in Ungarn.

Ein Hüne hält die Viertelfinal-Chancen der Capitals am Leben Foto: © GEPA

Die Vienna Capitals konnten das vorzeitige Saisonaus in der win2day ICE Hockey League vorerst abwenden.

Mit einem 1:0-Sieg (Spielbericht >>>) über Fehervar AV19 im zweiten Spiel der Pre-Playoffs wurde die Chance auf die Viertelfinal-Teilnahme gewahrt, am Freitag steigt in Ungarn (19:15 Uhr im LIVE-Ticker >>>) das Entscheidungsspiel.

Es war keine Begegnung auf hohem Niveau, aber eine mit großen Emotionen, in denen die Schiedsrichter viel durchgelassen haben. Den Goldtreffer erzielte Jeremy Gregoire bereits in der 19. Spielminute nach schönem Assist von Zane Franklin.

"Beide Mannschaften haben heute hart gekämpft. Ich bin zufrieden damit, dass wir keine Kontermöglichkeiten zugelassen haben. Unser Energielevel und Einsatz waren heute dort, wo sie sein sollen. Wir haben insgesamt ein intelligentes und einfaches Spiel gespielt", sagte Head Coach Gerry Fleming.

Matchwinner Tyler Parks

Die Donaustädter standen nach der 1:2-Niederlage in Ungarn mit dem Rücken zur Wand und überließen den "Teufel" in der zweiten Begegnung zwar die Spielkontrolle, waren jedoch in Kontersituationen brandgefährlich und spielten besonders defensiv sehr diszipliniert.

Außerdem war auf Goalie Tyler Parks Verlass, der sein erstes Shutout feierte. Der 32-jährige US-Amerikaner verpasste 40 Spiele verletzungsbedingt und kehrte erst kurz vor dem Ende der Regular Season im Heimspiel gegen den VSV ins Line-up zurück.

"Er hat uns schon im ersten Spiel (in Szekesfehervar, Anm.) die Möglichkeit gegeben, zu gewinnen, heute war er wieder mehr als solide", gab es ein Lob von Coach Fleming.

Der 1,98 Meter große Torhüter gab dieses direkt an seine Vordermänner weiter: "Die Jungs haben einen tollen Job gemacht, viele Schüsse geblockt und hart gefightet. Das braucht es, um Spiele zu gewinnen."

Mit "Leidenschaft und Herz" gekämpft

Der Unterschied zum Spiel in Szekesfehervar sei gewesen, dass man dem Druck im Mittelabschnitt diesmal standhalten konnte.

Auch im ersten Aufeinandertreffen waren die Caps im ersten Drittel in Führung gegangen, Fehervar drehte mit zwei Toren im zweiten Drittel das Spiel. Diesmal "sind wir vor dem Tor enger gestanden und haben wenig bis gar nichts zugelassen", erklärte Fischer.

Auch insgesamt drei Unterzahlsituationen wurden erfolgreich gekillt. Und zwar mit "Leidenschaft und Herz. Es hat richtig Spaß gemacht, sich in die Schüsse zu werfen", meinte der Kapitän.

Und wenn die Truppe von David Kiss doch einmal vor Parks auftauchte, war der Tormann zur Stelle.

"Beide Teams stehen jetzt mit dem Rücken zur Wand"

Die Hoffnung, dass die durchwachsene Saison doch noch im Viertelfinale mündet, wurde am Leben gehalten. Für den Einzug ins Playoff braucht es den dritten Sieg im vierten Auswärtsspiel in Ungarn in dieser Spielzeit.

Parks erwartete einen Hexenkessel in Szekesfehervar: "Es wird sehr laut werden, beide Teams stehen jetzt mit dem Rücken zur Wand."

Wie man am Freitag auftreten will, ist klar: "Wir müssen genauso auftreten wie heute", sagte Fischer und fügte an: "Wir müssen kompromisslos sein, die Scheibe nach vorne spielen und nicht viel nach hinten schauen."


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