Ist es das durchaus schon bekannte Tiefstapeln? Oder tatsächlich die Realität?
Marcel Hirscher schlägt jedenfalls kurz vor dem Weltcup-Auftakt in Sölden Alarm. "Es wird beim derzeitigen Stand sogar schwierig, in die Top 15 zu fahren", meint der Gesamtweltcupsieger in der "Krone".
Sein Trainer Mike Pircher erklärt den Grund für die Unruhe: "Er war wirklich nie ganz vorne dabei. Aber das war in den letzten Jahren vor Sölden auch nicht viel anders." Hirscher widerspricht: "Heuer ist es ärger als sonst. Derzeit brennt der Hut - und das ist nicht gelogen."
Lösungsansätze bei Materialabstimmung
Persönlich fühle er sich gut: "Aber ich bringe wirklich keine Zeit herunter." Gesucht wird die Ursache bei der Materialabstimmung: "Es gibt Lösungsansätze. Aber ob die schon jetzt für Sölden fruchten, ist dahingestellt."
In seinem Blog auf redbull.com relativiert Hirscher seine Aussagen auch selbst: "Wenn wir es schaffen, wie vergangenes Wochenende am Rennhang in Sölden ein paar weitere gute Einheiten draufzulegen, wird die Ungewissheit bis zum Renn-Sonntag in Sölden deutlich weniger werden. Die Anspannung dagegen, die Nervosität vor dem ersten Saisonrennen, die bleibt."
Steilhang als Mutprobe
Wie jedes Jahr um diese Zeit gehe es zum Start darum, wieder in den Rhythmus zu finden, sich an die Abläufe und nicht zuletzt die niedrigen Temperaturen zu gewöhnen, schrieb Hirscher. Sölden mit seinen "nicht zu unterschätzenden Steilhang" sei doch einen ziemlichen Anspruch.
"Da schadet es nicht, wenn man da vor dem Rennen ein paar Mal runtergefahren ist. Nur dann kann man am Renntag zu denen gehören, die bei der Einfahrt in den Steilhang den Mut haben, vom ersten Tor weg Tempo zu machen. Wer das schafft, wird am Sonntag ganz weit vorne zu finden sein."