Insgesamt lief der Abschluss des Kviftjell-Dreierpacks für die Österreicherinnen eher enttäuschend.
Der Sieg ging an Federica Brignone. Knapp dahinter landen Lara Gut-Behrami (+0.06) und Sofia Goggia (+0.09). Mit den ganz vorderen Rängen hat keine der ÖSV-Athletinnen etwas zu tun. Trotzdem können vor allem Stephanie Venier und Nadine Fest den Bewerb als Erfolg verbuchen.
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StartenMit Startnummer 11 fuhr die Super-G-Weltmeisterin sogar vorerst auf Platz drei. Im Laufe des Rennens fiel die Tirolerin allerdings auf Rang acht zurück, wurde damit beste Österreicherin.
"Nicht mein letztes Hemd riskiert"
Warum sie das Ergebnis und die Leistung so positiv bewertete? Die Tage zuvor hatte sich bei ihr eine Angina-Erkankung angebahnt, weswegen die 31-Jährige auch die Abfahrt am Samstag ausgelassen hatte.
Deswegen hob Venier am "ORF"-Mikro heraus: "Nach den letzten Tagen hat das heute richtig gutgetan." Das Skifahren sei gut gewesen. "Ich bin gut auf der Linie geblieben, aber hab' nicht mein letztes Hemd riskiert. Denn das wäre körperlich einfach nicht gegangen."
Nur drei Plätze dahinter landete Nadine Fest mit Startnummer 31 - und sorgte damit für eine Überraschung. Die 26-Jährige strich damit ihr bestes Saison-Ergebnis ein. Das war bislang Rang 22 beim Super-G in Garmisch.
Bestes Saison-Ergebnis gibt Zuversicht
Ein wichtiger Faktor für das gute Resultat dürfte für die Villacherin das freie "Drauflos-Fahren" gewesen sein: "Ich muss ehrlich sagen, ich bin einfach am Start gestanden und hab gedacht: einfach runter. Also zack, die Skispitzen nach unten und los."
Das ging für Fest voll auf "und gibt auf jeden Fall Zuversicht", betonte sie. Über den gesamten Sommer war es für die ÖSV-Läuferin "schon relativ spannend und sehr, sehr arbeitsaufwändig".
Der elfte Platz "ist einfach eine große Genugtuung". Fest freue sich, jetzt "einfach sagen zu können, es hat funktioniert und das, was ich gemacht habe, ist aufgegangen."
Gut-Behrami ärgert sich nach Platz zwei
Weniger Freude hatte Lara Gut-Behrami, die knapp Zweite wurde. Zwar war es für sie "sicher schön auf dem Podest zu stehen". Insgesamt sah sie ihren Lauf aber eher kritisch: "Der war alles andere als gut. Im mittleren Teil war ich brutal neben der Linie. Ich will nicht sagen, es nervt, denn ich bin selbst schuld."
Vor allem die Tatsache, dass sich solche Fehler schon durch ihren gesamten Winter ziehen, ärgert sich die Schweizerin: "Ich fahre gut, aber mir passieren immer wieder grobe Fehler. Ich würde das gerne langsam ändern."
Im Super-G-Weltcup liegt die 33-Jährige zwar weiterhin in Front, der Vorsprung auf Brignone wird aber kleiner, während Gut-Behramis Rückstand in der Gesamt-Wertung wächst. Zu rechnen beginnt die Schweizerin aber nicht, denn: "Wenn man schon anfängt zu rechnen, dann hat man eigentlich schon alles verloren."
Nichts verloren, sondern eben gewonnen, hat Brignone nach Platz vier und fünf an den Vortagen. Dabei hatte sie kein gutes Gefühl: "Ich habe nicht das perfekte Rennen gemacht. Aber das hat niemand. Mit den Wellen, mit dem Setting war es nicht einfach."