Seit Freitag herrscht Gewissheit.
Thomas Thurnbichler wird kommende Saison nicht mehr Cheftrainer der polnischen Skispringer sein.
Besagte Gewissheit nahm sich im Anschluss mit Dawid Kubacki ein ehemaliger Schützling des Wörglers zum Anlass, nachzutreten. Der Gesamtweltcup-35. der abgelaufenen Saison äußerte gegenüber "Eurosport" heftige Kritik am scheidenden Coach - und nahm dabei insbesondere auf dessen Umgang mit Superstar Kamil Stoch Bezug.
Nun schießt Thurnbichler jedoch zurück.
Thurnbichler: "Witzig, dass er jetzt den Anwalt spielt"
Gegenüber der "Tiroler Tageszeitung" nimmt Thurnbichler die Aussagen Kubackis relativ gelassen. Die Nichtnominierung Kamil Stochs für die Nordische Ski-WM habe seine Gründe gehabt.
"Es ist witzig, dass der Dawid jetzt den Anwalt von Kamil spielt. Ich glaube, dass Kamil genau gewusst hat, warum er nicht zur WM gefahren ist. Weil die Leistung nicht da war und es nicht seine Ambition ist, als Fünfter oder Sechster zur WM zu fahren, sondern als Bester. Deshalb hat sich Kamil nie dazu geäußert. Es wird immer so Äußerungen geben von Leuten, die am unzufriedensten sind."
Kubacki hatte im Anschluss an die Entlassung Thurnbichlers heftige Kritik geäußert: "Ich möchte nicht ins Detail gehen, aber was er (Anm. d. Red.: Thurnbichler) getan hat, um Kamil das Leben schwer zu machen, grenzt an ein Verbrechen", machte der Vierschanzentournee-Sieger von 2019/20 keinen Hehl aus seiner Gefühlslage.
"Wenn man sieht, dass jemand den Athleten Knüppel zwischen die Beine wirft und es sich dabei um den Cheftrainer handelt, ist es schwer, Spaß zu haben", deutete der 35-Jährige Missstände unter der Führung des Tirolers an.