Der Gesamtsieger der Vierschanzen-Tournee 2024/25 heißt Daniel Tschofenig! Alle Tournee-Gesamtsieger >>>
Der Kärntner gewinnt den Abschlussbewerb in Bischofshofen vor Jan Hörl und Stefan Kraft, der im Finale nach einer langen Wartezeit am Anlaufturm seine Halbzeitführung noch aus der Hand gibt, und katapultiert sich damit noch zum Gesamtsieg. Damit endet nach zehn Jahren auch die ÖSV-Durststrecke.
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Tschofenig triumphiert in der Gesamtwertung 1,4 Punkte vor Hörl, Kraft fällt nach dem allerletzten Sprung von Platz eins auf drei zurück (-4,1).
Für den Salzburger reicht es trotz zwei Tagessiegen bei dieser Tournee nicht für seinen zweiten Goldenen Adler. Nach seiner Halbzeitführung in Bischofshofen fehlen ihm am Ende 5,4 Punkte auf Tagessieger Tschofenig, der von Zwischenrang fünf noch aufs oberste Podest fliegt. Jan Hörl (-2,1) vergibt den Tages- und Gesamtsieg nach einem Satz auf 143 Meter im Finale mit einer verpatzten Landung.
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Kraft: "So lange warten ist nicht lustig"
Die Entscheidung fiel im letzten Durchgang. Qualifikationssieger Kraft hatte vor dem letzten Durchgang geführt, musste aufgrund ungünstiger Windverhältnisse aber länger warten und schaffte es danach nicht mehr, den im zweiten Heat auf 140,5 m gesegelten Tschofenig abzufangen.
Der Salzburger Hörl war zwar danach auf 143 m gekommen, verpatzte aber die Landung, was wohl die Entscheidung zwischen ihm und Tschofenig in der Gesamtwertung und auch im Bewerb auf der Außerleitner-Schanze war.
"So lange warten, ist nicht lustig", sagte Kraft. "Der Adler wollte nicht zu mir kommen." Er hatte in Oberstdorf und auf dem Innsbrucker Bergisel gewonnen, Tschofenig auch in Garmisch.
Der insgesamt dritte rot-weiß-rote Triplesieg in der Tournee-Geschichte nach 1974/75 durch Willi Pürstl, Edi Federer und Karl Schnabl sowie 2011/12 durch Gregor Schlierenzauer, Thomas Morgenstern und Andreas Kofler hatte sich nach den bisherigen Tournee-Bewerben stark abgezeichnet.
Es ist bei auch vier Doppelsiegen der insgesamt 17. Gesamterfolg eines Österreichers in der Tournee-Geschichte, womit Rot-Weiß-Rot vor Finnland die alleinige Führung übernahm. Die DDR und Norwegen folgen mit je elf Erfolgen.
Nach drei der vier Konkurrenzen nur durch 1,3 Punkte getrennt, hatten alle drei ÖSV-Asse auch vor dem letzten Durchgang noch Siegchancen. Kraft hatte sich da aber in Front gesetzt. Tschofenig folgte 2,7 Punkte zurück, Hörl 6,5. Die vom Schweizer Gregor Deschwanden angeführte internationale Armada war mit 35 und mehr Zählern noch mehr abgehängt als noch davor und chancenlos.